Freiwillige Feuerwehr der Stadt Kalkar 


Großübung auf der Kaserne in Kalkar- Nur Übung macht den Meister

Dunkelheit, Kälte, Nässe und ein Haus, in dem durch eine Gasexplosion ein Feuer ausgebrochen und mehrere verletzte Personen zu vermuten waren. Soweit das Übungsszenario, welches Bundeswehrfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehr der Stadt Kalkar am 30. Oktober in der Von-Seydlitz-Kaserne vorfanden. Bei einem Brand auf dem Kasernengelände der Von-Seydlitz-Kaserne ist die Bundeswehrfeuerwehr zuständig und fordert bei Bedarf die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Kalkar an. So geschehen bei folgendem Übungsszenario: Wegen anstehender Sanierungsarbeiten wird das Gebäude 1 von einer größeren Gruppe Sachverständiger, Techniker und weiteren verantwortlichen Personen begangen. Als sich der größere Teil der Gruppe im Keller- und Bunkerbereich aufhält, kommt es aus ungeklärter Ursache zu einer Gasexplosion und ein Brand bricht aus. Im Keller- und Bunkerbereich werden circa 10 Personen vermutet, wahrscheinlich konnten sich mindestens vier Personen in die Wetterstation im Dachbereich retten. Das gesamte Gebäude ist stark verraucht, der Strom ausgefallen. Der Notruf ging kurz nach 18.00 Uhr bei der zuständigen Leitstelle ein, die umliegenden Feuerwehren wurden zum Brandeinsatz alarmiert. Zu diesem Zeitpunkt war es bereits dunkel geworden und Regen hatte eingesetzt. 75 Feuerwehrkameradinnen und -kameraden waren im abendlichen Rettungseinsatz, durchsuchten systematisch das Gebäude nach den darin vermissten Personen, lokalisierten und löschten den Brandherd. Durch die starke Rauchentwicklung trugen alle Feuerwehrleute Atemschutz. Damit die Atemschutzflaschen vor Ort getauscht werden konnten, wurde auch der Atemschutzcontainer des Kreises Kleve alarmiert. Insgesamt waren 130 Personen an der Übung beteiligt. Neben den Feuerwehrleuten von Bundeswehrfeuerwehr und Freiwilliger Feuerwehr Kalkar waren auch Freiwillige der DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft), die als Verletzte fungieren, gerettet und erstversorgt werden mussten. Die Verletztenbetreuung übernahm der Malteser Hilfsdienst. Der geübte Rettungseinsatz nahm im Übrigen ein gutes Ende: Sieben Personen im Dachbereich der Wetterstation konnten mit mithilfe der Drehleiter der Feuerwehr Kalkar aus 15 Meter Höhe gerettet werden. Die verbliebenen zehn verletzten Personen wurden durch die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren gerettet, auf Tragen oder eigenständig gehend aus dem Gefahrenbereich gebracht und dem Rettungsdienst übergeben. Einsatzleiter waren Brandamtmann Christian Frey von der Bundeswehrfeuerwehr und Georg Bouwmann, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Kalkar. Beide zeigten sich im Anschluss an die rund anderthalb Stunden dauernde Übung grundsätzlich zufrieden. Die Übung wurde vom Kasernenkommandanten der Von-Seydlitz-Kaserne begleitet, um Erkenntnisse und etwaige Rückschlüsse auf eine Optimierung der Brandschutzprävention in der Kaserne zu gewinnen.

Und da ein so umfangreiches Szenario nicht alltäglich ist, war auch ein Kamerateam der Lokalzeit Duisburg des WDR dabei. Der Beitrag vom 31.10.2018 ist auf der Facebook Seite der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Kalkar zu sehen.

Quelle des Berichtes www.iud.bundeswehr.de

 

Kameradschaftstag der Kinderfeuerwehr 2018

Endlich war es soweit, der erste Kameradschaftstag der Kinderfeuerwehr Kalkar fand am 22.09.2018 statt. Entgegen der Familientage der "Großen" starteten um 9.05 Uhr die Löschzwerge mit drei Mannschaftstransportfahrzeuge, inklusive des neuen Kinderfeuerwehrtransportfahrzeuges Richtung Kleve. Das erste Ziel war die Besichtigung eines Wasserwerkes, wo die 21 der insgesamt 25 Löschzwerge in zwei Gruppen eingeteilt wurden. Die erste Gruppe konnte das Wasserwerk genauestens inspizieren. Die zweite Gruppe machte mit den Betreuern kleine Wett- und Bewegungsspiele. Das Picknick im Wald bildete die Pause, danach wurden die Gruppen getauscht. So konnte die Neugierde und der Bewegungsdrang gestillt werden bevor es dann zum eigentlichen Zweck des Kameradschaftstages ging. Um 12.45 Uhr wurden die Löschzwerge von Eltern und Geschwistern auf dem Fingerhutshof in Wissel begrüßt. Die fleißigen Helfer fingen an zu Grillen während die Kinder auf dem großen Spielplatz tobten oder auf dem Fußballplatz kickten. Nachdem sich alle mit selbst gemachten Salaten und leckerem Fleisch gestärkt hatten ging es für die Löschzwerge zum Fototermin mit den Mitarbeitern von Rewe Narzynski Kalkar. Diese spendeten der Kinderfeuerwehr 300 EUR, ein großer Betrag der schon eine gute Verwendung in Form von Grillfleisch gefunden hatte. An den ersten tollen Kameradschaftstag nach der Gründung vor einem Jahr "Löschzwerge Kalkar", werden sich auch die Betreuer noch lange erinnern. Positive Rückmeldungen und die große Unterstützung machten den Tag zu etwas Besonderem, denn die Mitgliedschaft in einer Freiwilligen Feuerwehr besteht nicht nur aus einer regelmäßigen Teilnahme an den Übungsabenden. Die Unterstützung der Familien ist unerlässlich. Und dies geht über die Bereitschaft der Eltern, die Kinder zum Appeldorner Feuerwehrgerätehaus zu fahren hinaus. Um die Wertschätzung dieses Engagements zu zeigen fand der Kameradschaftstag statt.


Was lange währt, wird endlich gut- Einweihungsfeier des Gerätehauses in Appeldorn

Georg Bouwmann, Leiter der Feuerwehr Kalkar, eröffnete am 07.07.2018 den Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Appeldorn. Gekommen waren neben Persönlichkeiten der Feuerwehr und Politik auch viele Angehörige, Anwohner und Neugierige. Denn der Neubau wurde zwar schlüsselfertig gebaut, beteiligt waren aber so viele, dass alleine der Dank mehrere Minuten in Anspruch nahm. "Das neue Gerätehaus sei nicht nur zweckmäßig, sondern auch noch schön", so beschrieb Bürgermeisterin Fr. Dr. Schulz zutreffend das neue Domizil der Freiwilligen Feuerwehr Appeldorn. Löschgruppenführer und stellvertretender Stadtbrandinspektor Roland Matenaer führte aus: "das 2.500 Quadratmeter große Gelände steht nicht nur den 33 Appeldorner Kameradinnen und Kameraden zur Verfügung, sondern auch den 25 Löschzwergen der Kinderfeuerwehr." Und diese freuten sich neben der offiziellen Einweihung des Gerätehauses auch über die Einsegnung ihres neuen Kinderfeuerwehrfahrzeuges, einem Mannschaftstransportwagen- MTF. Beeindruckt und vor allem schmunzelnd mussten viele Besucher feststellen, dass die hinteren sechs Plätze mit Kindersitzen ausgestattet sind. Das hatten auch noch nicht viele gesehen. Und obwohl so viele Zuhörer da waren, wurde es auf einmal ganz still. Daniel ist im Mai mit seinem Auto verunglückt. Er wurde durch die die Löschgruppe Appeldorn und den Löschzug Kalkar Mitte aus diesem gerettet. Mit Gehhilfen und belegter Stimme bedankte er sich bei den Kameraden. Er selber hat keine Erinnerung mehr an das Geschehen. "Danke das ihr mich zu meiner Familie gebracht habt", diesen Satz sprach er immer wieder aus. Ein langer Genesungsweg liegt bereits hinter ihm und noch ist nicht alles geschafft. Und dann, so überlegt er, wird er vielleicht auch ein Teil der Feuerwehr- Familie. Diese eindrucksvollen Worte rundeten den offiziellen Teil ab und man verlagerte sich auf die Feier. Gegrilltes und kühle Getränke wurden in einer tollen Atmosphäre genossen. Auf den zugehörigen 20 Parkplätzen waren Spielstände, Eis und auch Feuerwehr- Experimente für die kleinen Besucher angerichtet. Die Jugendfeuerwehr stellte eine Angriffs - Übung dar und die Appeldorn Garde führte extra einen Show - Tanz auf. Besichtigt wurde sehr ausdehnt, von den Toiletten mit Behinderten WC, der Werkstatt, der Trocknungsanlage und dem Schulungsraum über das Materiallager und die Teeküche so ziemlich alles. Genauestens unter die Lupe genommen und kritisch beäugt erhielten die Kameradinnen und Kameraden ein großes Kompliment für ihr neues Gerätehaus. Die vielen Glückwünsche und die Anerkennungen auf verschiedensten Wegen verdeutlichen das was die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr in Kalkar machen: Sie retten, löschen, bergen und schützen. Das Hab und Gut anderer. Unentgeltlich. Als große Familie und in Appeldorn nun in einem neuen "Haus".

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Ehrungen

Am 01.12.2017 lud die Wehrführung der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Kalkar zu den jährlichen Ehrungen ins historische Rathaus der Stadt Kalkar ein. In einem würdevollen Rahmen wurden durch die Wehrführung zu jedem Kameraden eine Laudatio vorgetragen. Wichtige Informationen wie, dass Willi Röwekamp erst mit 31 Jahren als neu zugezogener Wisseler in die Feuerwehr eintrat, dass Heinz-Josef van Brackel sich in der Küche des damaligen Löschgruppenführers der Löschgruppe Appeldorn für die Feuerwehr bewarb, oder Theodor Rütter ein "pflegeleichter" Kamerad war, wurde bei der Ehrung erwähnt. Gerhard Peters hat eine unvergessliche Goldhochzeit gefeiert, bei dem seine Feuerwehrkameraden Spalier standen, das Gerhard Kösters zusätzlich im Kirchenchor und dem Erntedankkomitee in Wissel sehr engagiert war und Jupp Stang Sonntags nur für seine Tauben zur Verfügung stand, ansonsten aber bei Umbauten an um und im Gerätehaus in Wissel immer sofort dabei war. Überreicht wurden die Ehrenabzeichen und Urkunden durch die Bürgermeisterin Frau Dr. Schulz, dem Stadtbrandinspektor Georg Bouwmann und seinen Stellvertretern Helmut Hessel und Roland Matenaer. Für 60 jährige Zugehörigkeit in der Freiwilligen Feuerwehr konnten die Kameraden Gerhard Kösters und Josef Stang aus der Löschgruppe Wissel die Ehrennadeln in Gold des Verbandes der Feuerwehren in NRW überreicht werden. Die Ehrennadel in Gold des Verbandes der Feuerwehren in NRW für 50 jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Kalkar konnte an Fritz van Dornick und Gerhard Peters (Kalkar), sowie Theodor Rütter (Grieth) überreicht werden. Eine Ehrennadel in Silber des Verbandes der Feuerwehren in NRW für 40 jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Kalkar konnten an Kunibert Peters (Niedermörmter) Willi Röwekamp (Wissel), Heinz-Josef van Brackel (Appeldorn) und Hermann Seegers (Grieth) überreicht werden. Aber auch die aktive Mitgliedschaft wird durch das Land Nordrhein Westfalen besonders geehrt. Das Ehrenzeichen in Silber für 25 jährige aktive Mitgliedschaft erhielten Mathias Ziesow (Niedermörmter), Christian Görtzen (Kalkar) und Andre Erkens (Niedermörmter). Für 35 jährige aktive Mitgliedschaft erhielten das Ehrenzeichen in Gold Rainer Lümmen (Grieth), Wilfried van Brackel (Appeldorn) und Erwin Grootens (Kalkar). Die Kameraden Gerd Alders und Herman Josef Schoofs, beide aus der Löschgruppe Hönnepel, konnten in die Alters- und Ehrenabteilung verabschiedet werden und stehen hoffentlich für viele Jahre für weitere Aktivitäten zur Verfügung. Wenn man bedenkt, dass laut Statistischem Bundesamt, die Ehe in Deutschland 2016 durchschnittlich 15 Jahre dauerte, erkennt man wie großartig die Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr sein muss. Die Freundschaften welche entstehen und die Gemeinschaft der Feuerwehren in Deutschland werden immer wichtiger. Denn der Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr wird als Ehrenamt nicht entlohnt. Umso mehr freute sich Frau Dr. Schulz, dass Kalkar nun eine Kinderfeuerwehr hat. Sie bedankte sich persönlich und im Namen der Stadt Kalkar bei allen Kameradinnen und Kameraden für den großartigen Einsatz, Rund um die Uhr. Und auch bei den Angehörigen, Frauen, Männern, Eltern, Kindern und Arbeitgebern die es überhaupt möglich machen, dass die Feuerwehrfrauen und Männer immer einsatzbereit sind. Georg Bouwmann beendete den Abend mit dem Zitat:" Wir wollen nicht Lob, nicht Ruhm noch Ehr, wir wollen im kleinen und im stillen, Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr, getreulich unsere Pflicht erfüllen." Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Kalkar wünschen ihnen allen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Start ins Jahr 2018.